Gestern und Heute

26.04.2013


Eine Insel mit Durchgangsbahnhof


Die Wangerooger Inselbahn ist eine der drei letzten deutschen Schmalspurbahnen mit Güterverkehr. 1897 wurde sie in Betrieb genommen.


Die Inselbahn auf dem Weg zum Anleger im Westen. FOTO: WZ-Bilddienst/Lübbe

In Höhe des heutigen Rosengartens an der Zedeliusstraße befand sich bis 1906 der erste Bahnhof. FOTO: Inselarchiv Oetken

Von Hartmut Siefken

 

Wangerooge - Dreieinhalb Kilometer ist die Strecke vom Westanleger bis zum Bahnhof lang. Rund 20 Minuten braucht der Zug.

 

Der Betrieb der Inselbahn begann mit Dampfloks, die 1952 durch Dieselloks ersetzt wurden.

Der erste Bahnhof befand sich an der Zedeliusstraße in Höhe des heutigen Rosengartens. 1906 wurde der noch heute bestehende  große Bahnhof gebaut, der für fünf Jahrzehnte  der einzige Durchgangsbahnhof auf einer deutschen Insel war. Denn von 1905 bis 1958 gab es auch den Ostanleger, über den ein erheblicher Teil des Reiseverkehrs abgewickelt wurde.

 

Ein Nebengleis führt noch heute zur „Saline“ und zum Bauhof des Wasser-und Schifffahrtsamtes im Westen. Es diente während der Kriege zur Versorgung der Geschützbatterien. Wangerooge hatte zum Schutz des Kriegshafens Wilhelmshaven große militärische Bedeutung.

 

Gebaut wurde die Inselbahn von der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn (GOE). 1920 wurde sie von der Deutschen Reichsbahn übernommen, und seit 1952 wird sie von der Deutschen Bundesbahn betrieben.