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Gestern und Heute

25.02.2013


Ältestes Bürgerhaus Jevers


Der "Schwarze Bär" kann auf eine über 200-jährige Tradition zurückblicken. 1897 zog er ins älteste Haus Jevers.


Der  „Schwarze Bär“  am Kirchplatz ist das älteste noch erhaltene Bürgerhaus in Jever.     WZ-FOTO:    Gabriel-Jürgens

Der "Schwarze Bär" am Kirchplatz ist das älteste noch erhaltene Bürgerhaus in Jever.

 

 

Von Klaus Homola

Jever - Am Kirchplatz 14 in Jever erstreckt sich zwischen zwei neueren Giebelhäusern der 1562 errichtete zweigeschossige und im Giebel viergeschossige Gasthof „Schwarzer Bär“, neben dem Schloss wohl eines der ältesten Gebäude in Jever.

Der Architekt Kurt Asche (Oldenburg) schreibt dazu in seiner Bestandsaufnahme denkmalwürdiger Häuser und Objekte in der Stadt Jever: „Das Gebäude stellt das einzige gut erhaltene und datierte Ziegelhaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts in Jever dar. Es ist zugleich das älteste authentische Beispiel eines Bürgerhauses aus der Zeit des Fräulein Maria.

In Material, Konstruktion und Form belegt es die an der Küste und im Küstenhinterland im 16. und 17. Jahrhunderts bezeichnende Verwendung von Ziegeln und Sandstein.“ Ursprünglich hatte sich der Gasthof „Schwarzer Bär“ zunächst zwei Häuser weiter in Richtung Rathaus etabliert.

Der Gasthof wurde 1791 von Johann Looschen, einem ehemaligen Soldaten von der Garnison in Jever, der ursprünglich aus Anhalt zugewandert war, eröffnet. Später wurde ein Theatersaal zur großen Burgstraße angebaut.

Im 18. Jahrhundert wurde nach Auskunft von Heimatkundler Wilke Krüger der Bau als großes Haus im Grundbuch beschrieben. 1896/97 erwarb die Stadt Jever den Gasthof und einen Anbau und ließ hier mitten in der Stadt ein E-Werk errichten.

Der heutige „Schwarzer Bär“ war zunächst Wohnhaus und wurde dann als Schankwirtschaft eingerichtet. Der erste Gastwirt in der neuen Wirtschaft hieß Weerts. Um 1912 kaufte die Familie Janssen (bekannt in Jever war vor allem „Toto“ Janssen, der hier bis in die 90er-Jahre in der Großen Burgstraße einen Lotto-Laden betrieb). Über der Tür des hinteren Giebels befindet sich ein Sandsteinrelief mit einem Schwarzen Bären.

1953 entstand im Haus des E-Werkes, das nicht mehr in Betrieb war, das Burgtheater. Heute ist es das Gemeindehaus der ev. Kirche. Nach dem Brand der Stadtkirche im Jahr 1959 wurden hier Gottesdienste abgehalten.

In seiner akribisch geführten Chronologie der Wirtshäuser und Gasthäuser in Jever zählt Wilke Krüger mehr als 20 Wirte, die in dem Haus „Schwarzer Bär“ (alt) gewirkt haben. Im der neuen Schankwirtschaft kommt er bis heute auf zwölf.

 






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