Wilhelmshaven

04.02.2012


99 Stunden Planung für 99 Sekunden Film


Der "99-Fire-Films-Award" ist Teil der "Berlinale". Unter anderem im Stadtpark drehten die Wilhelmshavener Szenen für ihren Wettbewerbsbeitrag mit Schauspielerinnen aus Berlin.


Klappe - da ist was im Busch: Christopher Groß (vorne) und Andree Betten (hinten) von „Puzzle Pictures“ sowie Ann-Christin Schubert, Eike Meiners, Dennis Briddigkeit und die Schauspielerinnen Julia Stöpel und Nadine Leopold-Zaddam hatten viel Spaß bei den Dreharbeiten im Stadtpark der Jadestadt. WZ-FOTO: Gabriel-Jürgens

Klappe - da ist was im Busch: Christopher Groß (vorne) und Andree Betten (hinten) von „Puzzle Pictures“ sowie Ann-Christin Schubert, Eike Meiners, Dennis Briddigkeit und die Schauspielerinnen Julia Stöpel und Nadine Leopold-Zaddam hatten viel Spaß bei den Dreharbeiten im Stadtpark der Jadestadt. WZ-FOTO: Gabriel-Jürgens

 

Von Stephan Giesers

Wilhelmshaven - Donnerstag im Stadtpark: Hinter hohen Bäumen spielen sich drama­tische Szenen ab. Blätter rascheln, das Knacken morscher Äste ist zu hören. „Ich kann nicht mehr weiterlaufen“, schreit eine Frau, völlig außer Atem.

Julia Stöpel und Nadine Leopold-Zaddam sind auf der Flucht, hasten durch das Geäst. Der Lippenstift ist verschmiert und die Haare sind zerzaust.

 

Die Flucht ist nur gespielt - Stöpel und Leopold-Zaddam sind Schauspielerinnen aus Berlin. Eilig haben es die jungen Frauen aber tatsächlich. Sie stehen vor der Kamera für einen Kurzfilm, der bereits am Abend im Kasten sein muss. Mit dem Endergebnis will sich die Wilhelmshavener Produktionsfirma „Puzzle Pictures“ am Wettbewerb „99-Fire-Films-Award“ im Rahmen der „Berlinale“ beteiligen. Im vergangenen Jahr landete bereits einer ihrer Kurzfilme unter den 20 besten Beiträgen.

Abgabetermin für den Wettbewerb ist schon am Sonnabend, 12 Uhr. „Wir haben insgesamt 99 Stunden Zeit - von der Konzeptentwicklung bis zum endgültigen Schnitt“, erklärt der Wilhelmshavener Student Dennis Briddigkeit. Er gehört zum Team, das die Filmemacher Christopher Groß und Andree Betten von „Puzzle Pictures“ bei den Dreharbeiten unterstützt. Groß übernimmt an diesem Tag die Kamera und Regie. Betten kümmert sich um den Ton.

 

Ein ausgearbeitetes Drehbuch gibt es nicht, dafür war keine Zeit. Dafür haben alle ein Konzept und die Szenenbilder schon im Kopf. Für den Kurzfilm gibt es einige Vorgaben: Er muss ­exakt 99 Sekunden lang sein und sich mit dem Thema „Put a smile on your face“ beschäftigen. Frei übersetzt: „Zauber ein Lächeln in dein Gesicht.“ Und zudem muss die Zahl 500 im Film auftauchen.

Mehr lesen Sie in der Wochenendausgabe der „Wilhelmshavener Zeitung“.