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WZ-GartenZeit - Folge 10

Seite 9 Freitag, 9. Juni 2017 Stickstoff für besseren Gartenboden BONN/DPA/TMN – Schmetterlingsblütler wie Lupinen, Sommer-Wicken und Inkarnat Klee helfen, den Boden des Blumenbeetes zu verbessern. Viele der Pflanzen sind sogenannte Tiefwurzler - mit Ausläufern, die recht weit in den Boden reichen. Sie lockern dadurch sogar stark verdichtete Böden auf, erläutert Andreas Kirschenlohr, Mitglied im Bund deutscher Staudengärtner in Bonn. Und an den Wurzeln sitzen Knöllchenbakterien, die mit der Pflanze eine Symbiose eingehen. So sind die Schmetterlingsblütler in der Lage, Luftstickstoff zu fixieren. Dieser molekulare Stickstoff hat einen Anteil von 78 Prozent an der Luft. Zerfallen die Pflanzen irgendwann, setzen sie Stickstoff frei für nachfolgende Pflanzen. Schmetterlingsblütler düngen den Boden also auf natürliche Weise. Lupinen gehören zu den sogenannten Schmetterlingsblütlern. Ihre Wurzeln können den Boden lockern und ihn mit Stickstoff anreichern. DPA-FOTO: WARNECKE Zarte Blüten ab Juni BERLIN/DPA/TMN – Ab Juni verwandeln sie Garten und Balkon in ein meist blaues, mitunter auch weißes oder rosafarbenes Blütenmeer: Glockenblumen (Campanula sp.) gibt es in zahlreichen Varianten. Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) ist für jeden Standort geeignet und daher besonders populär, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Sie lebt zwar nur drei bis vier Jahre, breitet sich aber in dieser Zeit kräftig aus. Die Sorte „Chettle Charm“ hat zum Beispiel Blüten in Weiß mit einem dekorativen blauen Rand. Die Blüten von „Moerheimii“ sind ebenfalls weiß, jedoch gefüllt und in der Mitte grün. Diese neuen Züchtungen sollten immer durch Teilung vermehrt werden, damit ihre besonderen Merkmale erhalten bleiben. Im Schatten laufen Waldglockenblumen (Campanula latifolia) im wahrsten Sinne des Wortes zur Höchstform auf: Sie werden gut einen Meter hoch. Zu den bekanntesten Vertretern der Gattung Campanula zählt die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia). Sie wird zwischen einem halben und einem Meter hoch. DPA-FOTO: NICKIG


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