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WZ-GartenZeit - Folge 10

Seite 8 Freitag, 9. Juni 2017 Viele Körbchen voller Blüten zur Feier des Eröffnungstages Heute wird der Botanische Garten am Stadtpark eröffnet. Wie aus der Gökerstraße gewohnt, leuchtet den Besuchern eine Fläche von gelbblühenden Tagetes (Tagetes patula) – auch Studentenblumen genannt – am Eingang entgegen. VON SIGRID HEIDER WILHELMSHAVEN – Tagetes-Arten stammen aus Mexiko, Mittel und Südamerika. Über 50 Wildarten sind in ihrer Heimat bekannt. Tagetes patula und die etwas größer werdende Tagetes erecta haben bereits im 16. Jahrhundert - schon bald nach den Eroberungszügen der Spanier - ihren Weg nach Europa gefunden. Sorten dieser beiden Arten gibt es in zahlreichen Farbvariationen in gelben, orangen, rötlichen und bräunlichen Farbtönen. Sie werden in Gärtnereien und Gartenmärkten in großer Vielfalt für wenig Geld angeboten. Tagetes gehören in die Familie der Korbblütler (Asteraceae). Das Blütenköpfchen ist eigentlich ein Körbchen voller Blüten, in dem schlankere Röhrenblüten von einem oder mehreren Kreisen von auffälligen Zungenblüten umgeben sind. Da die Blüten über den Blättern stehen, kann man wahre Blütenteppiche pflanzen, was wir versucht haben. Die dunkelgrünen Laubblätter sind gefiedert. Der Duft älterer Sorten wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden. Bei jüngeren Sorten ist er daher weitgehend weggezüchtet. Nach den Eisheiligen gepflanzt, blühen Tagetes zuverlässig den ganzen Sommer, in der Sonne wie im Halbschatten, so sie genügend Wasser und Nährstoffe finden und nicht von den Schnecken gefunden werden. Die meisten Tagetes Sorten sind ein beliebtes Schneckenfutter, weshalb Tagetes in manch einem Garten nicht nur in der Blumenrabatte sondern auch als Futterpflanze zur Ablenkung zwischen Salat und Erdbeeren zu finden ist. Da alle Tagetes-Arten frostempfindlich sind, werden sie bei uns nur einjährig kultiviert. Die Studentenblume ist für mich die Blume des heutigen Tages: Der Botanische Garten der Stadt Wilhelmshaven hat sich aus einem Schulgarten entwickelt. Er hat in seiner über 100-jährigen Geschichte niemals einer Universität oder einer wissenschaftlichen Einrichtung angehört. Nichtsdestotrotz war er in Wilhelmshaven und Rüstringen immer ein Ort, um die Natur in ihren vielfältigen Möglichkeiten zu studieren und so soll es auch bleiben! Studentenblumen begrüßen die Besucher des Botanischen Gartens am Stadtpark. Sie sind ein Symbol für das Studium der Natur. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS Serie Grüner Freitag - Gewinnspiel Erlenzeisig Machen Sie mit! Gewinnspielbild 2 ausschneiden und in den heutigen Teilnahmecoupon in der , Seite 32, kleben. Zu gewinnen: 2 x 50,- E in bar!


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