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WZ-GartenZeit - Folge 10

Seite 6 Freitag, 9. Juni 2017 Blauer Schatz im Garten BONN/DPA/TMN – Als „blauen Schatz des Gartens“ bezeichnete der bekannte Staudenzüchter Karl Foerster (1874- 1970) den Rittersporn. So ganz genau nahm er es damit aber nicht – denn es gibt zahlreiche Arten und Hybriden der schönen Sommerblume. Und darunter finden sich auch weiße, rosafarbene und violette Blütenstände. Rittersporne gehören zu den Lieblingen vieler Hobbygärtner. Sie sind typische Pflanzen der beliebten Bauerngärten, besonders geschätzt werden sie für ihre lange Blütezeit. In Gruppen gepflanzt, setzen die Pflanzen in Rabatten wirkungsvolle Akzente. Ein Porträt: NAME: Der botanische Gattungsname Delphinium weist auf die Ähnlichkeit der ungeöffneten Blüten mit einem Delfin hin. Ihrem langen Blütensporn verdankt die Pflanze ihren deutschen Namen. GEBURTSORT: Weltweit sind über 300 Arten bekannt. Die Wildform namens Hoher Rittersporn (Delphinium elatum) wächst etwa in den Französischen Alpen, den Karpaten und auf dem Balkan. „Einheimische Arten von Delphinium gibt es in Deutschland jedoch nicht“, erklärt Bettina Banse, Geschäftsführerin des Bundes deutscher Einige Garten-Rittersporne können fast zwei Meter hoch werden. DPA-FOTO: WARNECKE Staudengärtner in Bonn. Der in Deutschland heimische einjährige Acker-Rittersporn hieß früher zwar botanisch Delphinium consolida. Er wurde aber in Consolida regalis umbenannt und bildet nun eine eigene Gattung. „Bei Gärtnern und Samenanbietern finden sich daher ausschließlich Hybriden“, sagt Banse. Dies sind häufig Elatum-Hybriden. WOHNORT: Rittersporne lieben sonnige Plätze mit Schatten in Bodennähe, und sie haben einen ausgeprägten Nährstoffund Wasserbedarf. „Sie bevorzugen lehmig-humose, nährstoffreiche Böden“, erklärt Expertin Banse. Gerhard Milbert, Vizepräsident des Bundesverbandes Boden in Essen, empfiehlt, bei zu sandigem Gartenboden oder einem Staudenbeet reifen Kompost in die obersten 20 bis 30 Zentimeter des Bodens einzuarbeiten. Der Kompost verbessere die Bodenstruktur und das Vermögen des Bodens, Wasser zu speichern. Enthält der Gartenboden zu viel Ton, sei die Einarbeitung von Kompost, ordentlich Sand und sehr feinem Kies sinnvoll. Zugleich dient Kompost als organischer Dünger im Staudengarten. Fortsetzung auf Seite 7 Dem langen Blütensporn verdankt der Rittersporn seinen deutschen Namen. DPA-FOTO: WARNECKE - Gewinnspiel Austernfischer Machen Sie mit! Gewinnspielbild 1 ausschneiden und in den heutigen Teilnahmecoupon in der , Seite 32, kleben. Zu gewinnen: 2 x 50,- E in bar!


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