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WZ-GartenZeit - Folge 10

Seite 4 Freitag, 9. Juni 2017 Bauerngarten nach Feng Shui Fortsetzung von Seite 3 Als professionelle Gartenplanerin kennt Theda Harms-Tiemann auch die Prinzipien des (europäischen) Feng Shui, die sie natürlich auch in ihrem eigenen Garten anwendet. „Im Prinzip heißt das nichts anderes, als dass man nach den Gegebenheiten der Natur plant.“ Böden und Lichtverhältnisse spielen hier eine Rolle und auch eine große Artenvielfalt. „Ein Garten muss alle Sinne ansprechen. Er sollte nicht auf einen Blick erfassbar sein, sondern immer wieder überraschen.“ Wichtig seien auch viele Sitzplätze und runde geschwungene Formen. „Ecken sollten zumindest kaschiert werden.“ Auch Wasserstellen seien wichtig, ob als Sprudelstein, Teich, Bassin oder Vogeltränke. Dass sich in diesem Refugium der Artenvielfalt Vögel, Bienen und andere Insekten wohl fühlen, kann man hören. Es zwitschert in den Laubgehölzen und summt und brummt über den Blüten von Storchenschnabel oder Akelei. Über der Wasseroberfläche des Teichs schwirren Libellen. Von den Sprudelsteinen plätschert das Wasser und die Blätter rauschen im Sommerwind. Neben dem Hörsinn gibt es auch für den Geruchssinn allerhand Überraschungen in diesem Garten der Sinne. Die Blumen, zur Zeit sind es besonders Rosen und Päonien, duften herrlich. Auch die Geranien – eine Leidenschaft von Hans Peter Tiemann – verströmen ein anregendes Duftgemisch. „Am liebsten schnuppere ich an der Zitronenverbene“, sagt Theda Harms-Tiemann und Geruchssinn: Die Duftgeranien sind das Steckenpferd von Hans Peter Tiemann. Sie umschmeicheln die Nase. WZ-FOTOS: LÜBBE reibt mit den Fingern an den Blättern dieser krautigen Pflanze. Und schon ist auch der Tastsinn gefragt. Sind die Blätter hart oder weich, rau, pelzig oder dornig? Ist die Erde feucht oder trocken, kalt oder warm? Dass der Geschmackssinn im Naschgarten auf seine Kosten kommt, ist wohl jedem klar, der schon einmal Obst und Gemüse frisch aus dem Garten gegessen hat. Theda Harms-Tiemann hat aber noch ein anderes Beispiel parat. „Wussten Sie, dass man die Blüten der Taglilie essen kann? Hier, probieren Sie mal.“ Sie zupft ein Blatt ab, es schmeckt irgendwie nach Feldsalat und auch ein bisschen nach Kohlrabi. Den Sehsinn zu beglücken, fällt in diesem Garten ganz besonders leicht. Dafür sorgen eine Fülle an Blüten und Blättern, geschwungene Wegen, alte, von der Witterung gezeichnete Hölzer, romantische Rosenbögen, krumm und schiefe Hexenhäuschen, ein schattiges Teehäuschen, glitzernde Tautropfen oder auch glitzernde Blattglanzkäfer, Weinbergschnecken mit ihren schönen Gehäusen, alte Steine, hier und da, aber ganz sparsam, eine kleine Keramikskulptur oder eine Laterne. Es ist ein Genuss, die Augen schweifen zu lassen. Fortsetzung auf Seite 5 Geschmackssinn: Im Hochbeet wächst leckeres Gemüse, im Gewächshaus jedes Jahr neue Tomatensorten. Karl-Legien-Str. 9 26452 Sande Mobil 0176 70548672 garten.landschaftsbau.david@googlemail.com Traumhaft schöner Garten Permaclean Langzeit- Unkrautfrei einmal anwenden – 6 Monate unkrautfrei! Karl Unckenbolt Am Handelshafen 11 Tel. 4 17 34


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