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WZ-GartenZeit - Ausgabe 9

Seite 7 Freitag, 2. Juni 2017 Alpines Flair auf heimischem Boden Fortsetzung von Seite 6 Danach kommen Schotter, Bauschutt, kleine Steine oder Kies in den Boden, bevor das Substrat aufgefüllt wird. Obenauf sitzen große Steine. Der Boden darf nicht zu reich an Nährstoffen sein, und er wird mit untergemischtem Sand durchlässiger gemacht. „Denn es sind ja Pflanzen, die oft mit sehr wenigen Nährstoffen auskommen“, erklärt Behrens. Haberer ergänzt: „Handelsübliche Substrate sind zu humuslastig und zu nährstoffhaltig. Ich empfehle eine Mischung aus 20 Prozent Blumenerde, 25 Prozent gewaschenem Sand, 15 Prozent Splitt oder Feinkies und 40 Prozent vorhandener Gartenerde.“ Behrens rät, nur eine Steinsorte wie Granit, Kalkstein, Schiefer, Sandstein oder Basalt zu wählen. Das fördere eine ruhigere und harmonische Optik. „In der Natur sind an einer Stelle ja auch nicht drei verschiedene Gesteine“, erläutert der Experte. Klassiker für den Steingarten sind Blaukissen (Aubrieta Hybriden), Kriechwacholder (Juniperus horizontalis), Steinbrech (Saxifraga), Enzian (Gentiana), Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina), Edelweiß (Leontopodium), Fetthenne (Sedum), Steinkraut (Alyssum), Polsterphlox (Phlox subulata), Zwerg-Rhododendren und etwa Wildtulpen. Behrens empfiehlt den Hauswurz (Sempervivum) als sehr pflegeleichte Gattung. „Da hat man eine echte Erfolgsgarantie.“ Begeistert zeigt er sich auch von nicht zu stark wachsenden Sorten der Glockenblume (Campanula), des Zwerg-Storchschnabels (Geranium pusillum) und des Silberwurz (Dryas octopetala). Er empfiehlt zudem Zwerggräser, die selbst im Winter noch reizvoll aussehen. Und Expertin Triebel rät zu Lavendel, Salbei oder Thymian als Pflanzen zur Nutzung in der Küche. Besucher im Rennsteiggarten in Oberhof (Bild oben). Hobbygärtner können einen Steingarten aber auch zu Hause anlegen. DPA-FOTO: WELZ Ein Klassiker im Steingarten: die Alpen-Kuhschelle. DPA-FOTO: WELZ


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