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WZ-GartenZeit - Ausgabe 9

Freitag, 2. Juni 2017 Seite 5 Riesenblätter und bizarre Blüten Der Eröffnungstermin des neuen Botanischen Gartens rückt näher. Pflanzen, die dort bereits wachsen und blühen, stellt Dr. Sigrid Heider, Leiterin des Botanischen Gartens, vor. Heute das Mammutblatt. VON SIGRID HEIDER WILHELMSHAVEN –Am Überlauf unseres Teiches – und gut sichtbar auf einem Spaziergang zum Rosarium – sowie hinter der Trockenmauer im Senkgarten haben Ableger einer Pflanze ein neues zu Hause gefunden, die im alten Garten zu den vielleicht imposantesten Stauden gehörte, die wir vorstellen konnten, es sind die Ableger des Mammutblattes (Gunnera manicata Linden ex Andrè). Wie alle Pflanzen im neuen Garten, sind auch die Gunnera-Pflanzen noch echte Junioren. Aber der Standort hinter dem Teich verspricht, dass wir hier ihren schönen Habitus als ruhenden Hintergrund werden genießen können. Hinter der Trockenmauer kommen wir sehr nahe an diese wirklich sonderbare Pflanze heran. Das Mammutblatt ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch werden und große Horste bilden kann. Alle Blätter sind grundständig und haben einen leicht überhängenden, stacheligen Blattstiel. Er trägt eine große Blattspreite, die am Rand grob gesägt und tief eingeschnitten ist und entfernt an Rhabarber-Blätter erinnert. Große Blätter erreichen Blattflächen mit einem Durchmesser von bis zu 1,50 Metern. Das lederige Blatt ist rau und runzelig. Es zeigt auf der Blattunterseite ein Netz von stark hervortretenden Blattrippen. Diesen Blättern verdankt die Pflanze deutsche Namen wie Riesenoder Chile-Rhabarber. Von Juli bis August wird sich ein bizarrer Blütenstand entwickeln, der aus unzähligen kleinen Seitenästen besteht und bei einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimeter bis zu einem Meter lang werden kann. Interessant ist, dass im Inneren von Blättern und Blüten Blaualgen der Gattung Nostoc leben. In dieser Lebensgemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen, einer sogenannten Symbiose, profitiert die Pflanze vom Stickstoff, den diese Blaualgenart aus dem Luftstickstoff fixieren kann, die Blaualgen profitieren von dem Zucker, den die Pflanze bei der Photosynthese gewinnt. Das Mammutblatt stammt aus dem südlichen Brasilien. Es wächst dort an sonnigen und geschützten Standorten in Feuchtwiesen und an den Ufern von Teichen und Bächen. So verwundert es kaum, dass man es bei uns im Garten eher an feuchten Standorten findet. Im Herbst sterben alle oberirdischen Teile der Pflanze ab. Wenn die ersten Fröste drohen, werden die Blätter abgeschnitten. Die Pflanze wird in Stroh gebettet, mit ihren Blättern abgedeckt und in Folie gepackt. So überwintert sie in ihrem unterirdischen Wurzelstock, treibt im Frühjahr durch und entwickelt sich erneut rasch zu imposanter Größe – im nächsten Jahr wird sie dabei sicher schon wieder etwas größer sein als in diesem. Serie Grüner Freitag Ableger des Mammutblattes haben im Botanischen Garten ein neues Zuhause gefunden. WZ-FOTO: DITTRICH Fit Für Die Gartensaison? Gartenmöbel, Fassaden, Fenster und Terrasse wie neu erstrahlen lassen! Begrüßen Sie mit Nietiedt den Frühling! Wir machen Ihr Haus, die Fassaden und Ihre Terrasse einfach, schnell und professionell fit für die Freiluftsaison. Neben der schonenden Reinigung von Natur-, Kunststein- und Holzterrassenböden bereiten wir auch Ihre Terrassenmöbel für den Sommer auf und beschichten bei Bedarf Flächen, Türen und Fenster dauerhaft neu. Nietiedt: alle Kompetenzen unter einem Dach! Weitere Informationen und einfache Terminvereinbarung online unter fruehlingscheck.nietiedt.com nietieDt GrUPPe · Gerüstbau · Oberflächentechnik · Malerbetriebe Zum Ölhafen 6 · 26384 Wilhelmshaven · Telefon 0 44 21 / 30 04 - 00 · info@nietiedt.com · www.nietiedt.com


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