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WZ-GartenZeit - Ausgabe 9

Seite 3 Freitag, 2. Juni 2017 Pflanzen haben keinen Urlaub BERLIN/DPA/TMN – Der Sommerurlaub Gewinner der Woche Liebe Gartenfreunde, in jeder Ausgabe der „WZ-GartenZeit“ gibt es auch in diesem Jahr wieder ein Preisrätsel. Den Teilnahme-Coupon finden Sie am jeweiligen Erscheinungstag der Gartenbeilage in der „Wilhelmshavener Zeitung“. Zu gewinnen gibt es jeweils zweimal 50 Euro in bar. Aus einer Vielzahl von Einsendungen wurden die beiden Gewinner der vergangenen Woche ausgelost. Über je einen Gewinn in Höhe von 50 Euro in bar können sich in dieser Woche freuen: Almut Meyer aus Wilhelmshaven und Brunhilde Weckmann aus Wilhelmshaven Die beiden Gewinnerinnen können ihren Gewinn in der Schalterhalle der „Wilhelmshavener Zeitung“, Parkstraße 8, abholen. Der Personalausweis ist mitzubringen. Gartenpflege leicht gemacht mit unserer großen Auswahl! 10 % Freiligrathstraße 265 · Telefon (0 44 21) 6 02 74  auf das gesamte Sortiment* bei Vorlage dieser Anzeige bis zum 16.6.17 *(außer auf Robotermäher und Werkstatt) pro Einkauf 1 Coupon ist für viele die schönste Zeit im Jahr. Für die Pflanzen zu Hause ist die Urlaubszeit oft eine wahre Durststrecke. Denn während des Urlaubs ist das Gießen ein Problem: Zwar helfen Nachbarn, Freunde oder Verwandte gerne, aber für vorbereitende Maßnahmen sind die „Pflanzensitter“ dann doch dankbar. DIE BEETPFLANZEN kann der Hobbygärtner am besten vorsorgen, wenn er seine Pflanzen von Anfang an richtig erzieht. „Das heißt, ich gieße sie im Sommer nur, wenn sie wirklich schlapp machen“, erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. So wird das Grün im Beet gezwungen, tiefere Wurzeln zu entwickeln und sich – ganz natürlich – selbst zu versorgen. Gießt der Hobbygärtner aber immer schon vorsorglich, wird die Pflanze faul: Ihre Versorgung ist ja von oben gewährleistet, die Wurzeln können also flach bleiben. Daher lautet der Tipp: Auch in wirklich heißen Zeiten die Gartenpflanzen am besten seltener, dann aber intensiv gießen. Am besten morgens ganz früh, kurz nach Sonnenaufgang zwei bis drei Stunden lang den Sprenger laufen lassen. DIE BALKONPFLANZEN sind wesentlich schwerer mit Wasser zu versorgen. Denn der wenige Boden im Topf kann nur begrenzt Feuchtigkeit speichern. Die Pflanzen können sich folglich nicht eigenständig versorgen. Zunächst helfe hier, die Pflanzen in den Schatten zu stellen, erklärt Van Groeningen. Hier ist die Verdunstung von Wasser aus dem Boden geringer. Und selbst sonnenhungriges Grün kann durchaus mal eine Woche ohne direkte Sonneneinstrahlung gut überstehen. GIEßSYSTEME gibt es diverse Im Handel. Sie versorgen die Pflanzen zwischen den Besuchen des Haussitters. Eine einfache Variante ist auch schnell selbst gemacht: „Eine Kunststoffflasche mit Wasser füllen und den Deckel so aufschrauben, dass nur ganz leicht Wasser heraussickert“, erklärt Van Groeningen. Die Flasche kommt kopfüber in den Topf und gibt nach und nach Wasser an das Substrat ab. Diese und andere Bewässerungshilfen sollten Reisende eine Woche vor der Abfahrt schon mal testen, um zu sehen, ob es reicht. Außerdem sollte man vor der Abreise die Untersetzer fluten und die Töpfe richtig gut wässern - etwa indem man sie für einige Zeit in die leicht gefüllte Badewanne stellt und die Erde sich ausgiebig vollsaugen kann. DIE ZIMMERPFLANZEN haben mit dem Sommer weniger Probleme als mit dem Winter. Denn in der kalten Jahreszeit sorgt die Heizung für Trockenheit im Raum, wenig Licht kommt durchs Fenster. Die Pflanzen brauchen im Sommer meist auch nicht mehr Wasser als üblich. Folglich kann der Pflanzensitter sie in den meisten Fällen wie gewohnt nur wöchentlich gießen. Allerdings muss man den Faktor Licht bedenken, wenn man über die Ferientage die Rollläden an den Fenstern dauerhaft herunterlässt. Isabell Van Groeningen rät, so manche Zimmerpflanze dann auch ins Freie zu bringen. „Allerdings muss man sie daran gewöhnen und nicht direkt der prallen Sonne aussetzen.“ Am besten also einige Wochen vor der Reise schon das Grün immer wieder rausstellen - erst an bedeckten Tagen in den Schatten und dann immer länger in die Sonne, bis die Topfpflanzen ganz auf Balkon, Terrasse und im Garten verbleiben. Gießhilfe zur Überbrückung: Eine Plastikflasche mit Wasser füllen und umgedreht in den Blumenkasten stecken. Der Deckel ist leicht geöffnet, so dass nach und nach etwas Wasser heraussickert. DPA-FOTO: WARNECKE


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