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WZ-GartenZeit - Ausgabe 8

Freitag, 26. Mai 2017 Seite 9 Ökologisches Refugium im Wald Fortsetzung von Seite 8 „In den nächsten Tagen stellt ein Imker hier wieder seinen Bienenschaukasten auf“, erklärt Ina Rosemeyer. Im Hochbeet sprießen die frisch gesäten Wildblumen der Schortenser Wildblumenmischung der Sonne entgegen und nahe der Kräuterspirale duftet der Fenchel. Die Heilkräuter nebenan sind geordnet nach den Leiden, die sie lindern können. So gibt es ein Nierenleidenbeet oder ein Magenbeet. Die Lage des Gartens im Schatten der Bäume des Klosterparks bringt es mit sich, dass das eine oder andere Kraut den Schnecken zum Opfer fällt und auch die Rehe knabbern gerne an den frischen Trieben der Rosen. Letztere werden mit einem Drahtgitter geschützt und empfindliche Pflanzen im kleinen Gewächshaus „aufbewahrt“, das von Spendengeldern finanziert werden konnte. „Wir brauchen die Pflanzen als Anschauungsmaterial für unsere Bildungsarbeit, denn zu uns kommen ja Schulklassen und andere Gruppen, um hier etwas zu lernen.“ An diesem Vormittag sind es Kindergartenkinder, die am Teich etwas über Wassertiere lernen und eine Schulklasse, die sich den Kräutern widmet. Passend dazu gibt es am alten Backhaus Brot mit selbst gemachtem Kräuterquark. „Wir haben auch ein Kartoffelprojekt für Kinder“, so Ina Rosemeyer. Den Garten in Schuss halten jedoch ein Gärtner und zwei Helfer vom Arbeitsamt. Erich Janssen aus Sillenstede kommt seit inzwischen fünf Jahren dreimal pro Woche für vier Stunden in den Klostergarten. „Ich bin Rentner und wollte etwas Sinnvolles machen“, sagt er, während er zwischen Erdbeeren hackt. „Ich bin zwar kein Gärtner von Beruf, bin aber auf einem Bauernhof groß geworden und habe auch zu Hause immer gerne gegärtnert. Inzwischen weiß ich eine ganze Menge und beantworte gerne die Fragen der Besucher.“ Wer mit Freunden oder Vereinsmitgliedern gerne durch den Garten geführt werden will, um mehr über ökologisches Gärtnern zu erfahren, kann sich dafür anmelden. @ Mehr Informationen unter www.ruz-schortens.de Bernd Janßen hilft bei der Gartenarbeit. Ina Rosemeyer leitet das RUZ Schortens, zu dem der Klostergarten gehört. Auch einen Teich gibt es im Garten (rechtes Foto). WZ-FOTOS: GABRIEL-JÜRGENS


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