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WZ-GartenZeit - Folge 5

Eine Goldnessel kommt selten allein Der Eröffnungstermin für den neuen Botanischen Gartenpflege leicht gemacht mit unserer großen Auswahl! 10 % auf das gesamte Sortiment* bei Vorlage dieser Anzeige bis zum 16.6.17 *(außer auf Robotermäher und Werkstatt) pro Einkauf 1 Coupon Freiligrathstraße 265 · Telefon (0 44 21) 6 02 74  Gewinner der Woche Liebe Gartenfreunde, in jeder „WZ-GartenZeit“ gibt es auch diesmal wieder ein Preisrätsel. Den Teilnahme- Coupon finden Sie am jeweiligen Erscheinungstag der Gartenbeilage in der „Wilhelmshavener Zeitung“. Zu gewinnen gibt es jeweils zweimal 50 Euro in bar. Aus einer Vielzahl von Einsendungen wurden die beiden Gewinner der vergangenen Woche ausgelost. Über je einen Gewinn in Höhe von 50 Euro in bar können sich in dieser Woche freuen: Eva-Maria Dummer aus Wilhelmshaven und Renate Ehlert aus Sande Die beiden Gewinnerinnen können ihren Gewinn ab sofort in der Schalterhalle der „Wilhelmshavener Zeitung“, Wilhelmshaven, Parkstraße 8, abholen. Der Personalausweis ist bitte mitzubringen. Garten rückt näher. Pflanzen, die dort bereits wachsen und blühen, stellt Sigrid Heider, Leiterin des Botanischen Gartens, vor. VON SIGRID HEIDER WILHELMSHAVEN – In den Randbereichen des Botanischen Gartens blüht zurzeit in Gelb eine hübsche, bodendeckende Pflanze. Sie erinnert mit ihren paarweise einander gegenüberstehenden Blättern, die fast herzförmig und scharf gesägt sind, an eine Brennnessel. Da ihr die Brennhaare fehlen, nennt man sie „taube“ Nessel. In unserem Fall handelt es sich um die Gold-Taubnessel (Lamium galeobdolon (L.)L.), auch Goldnessel genannt. Jetzt zur Blütezeit kann man beide Pflanzenarten auch ohne Fingertest nicht mehr verwechseln. Die insektenbestäubte Taubnessel trägt ihre hübschen gelben, zweilippigen Blüten, während an der windblütigen Brennnessel unscheinbare, lockere, grünliche Blütenähren herabhängen. Die Goldnessel ist eine ausdauernde Pflanze und wächst mit zahlreichen 15 bis 60 Zentimeter hohen vierkantigen Blütensprossen. Durch Ausläufer bildet sie auf nährstoffreichen, feuchten Böden in lichten Wäldern oder an Waldrändern oft ausgedehnte Bestände. Die Wildart zeigt einfarbig grüne Blätter, während die silberne Zeichnung auf den Blättern unserer Pflanzen dafür spricht, dass wir es hier mit einer Gartenform zu tun haben. Die Blüten befinden sich in mehreren Etagen in vielblütigen Scheinquirlen in den Achseln dieser Blätter. Es sind die typischen Blüten eines Lippenblütlers (Lamiaceae): Fünf Blütenkronblätter sind im unteren Teil zu einer Röhre verwachsen, die in einem fünfzipfeligen Kelch steckt. Die hintere Röhrenwand verlängert sich in ein flach gewölbtes Blatt, die Oberlippe, die Vorderwand in eine dreizipfelige Unterlippe. Die helmartige Oberlippe legt sich wie ein Dach über die Öffnung der Blüte. Im Schutz ihrer Wölbung stehen vier stark behaarte Staubblätter. Zwei Staubbeutel sitzen auf langen, zwei auf kurzen Staubfäden. Zwischen den Staubblättern liegt der lange, gebogene Griffel mit der zweiteiligen Narbe. Kräftige langrüsselige Hummeln nutzen die Unterlippe als Landeplatz und versuchen, den Nektar am Grunde der Blütenröhre zu erreichen. Tauchen die Tiere in die Blütenröhre ein, streifen die reifen Staubbeutel den Pollen auf ihrem Rücken ab und die Narben empfangen den Blütenstaub, den die Tiere von einer anderen Blüte mitgebracht haben. Der Fruchtknoten entwickelt sich in einem bleibenden Kelch zu einer Bruchfurcht, die bei Reife in vier einsamige Nüsschen zerfällt. Diese besitzen einen kleinen fleischigen Anhang, ein sogenanntes Elaiosom, und werden daher häufig von Ameisen verschleppt und damit verbreitet. Dies ist ein weiterer Grund dafür, dass man eine Goldnessel nie allein antrifft. Die Goldnessel gehört zu den bei Insekten beliebten Lippenblütlern. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS Serie Grüner Freitag Seite 3 Freitag, 5. Mai 2017


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