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WZ-GartenZeit - Folge 4

Online-Spezial unter Seite 4 WZonline.de/garten -GARTENZe i t Freitag, 28. April 2017 Entdeckungen auf dem Baumpfad Mehr als die Rosen interessieren Monika Sabrowsky die Bäume im Rosarium. Sie hat einen Baumpfad erarbeitet. VON WALBURG DITTRICH WILHELMSHAVEN – „Ach die vielen schönen Rosen!“ Als botanisch interessierte Zeitgenossin erfreut sich Monika Sabrowsky natürlich auch an der Blütenpracht im Rosarium. Doch ihre Liebe gilt seit langem mehr den Bäumen als den Blumen. „Irgendwann dachte ich, dass alle Rosen Namensschilder haben, aber was für tolle Bäume wir hier haben, weiß kaum jemand“, erzählt sie. „Dann habe ich darüber mit unserem Vorstand vom Förderverein des Rosariums gesprochen und dann hieß es ‚ja, toll – mach mal’.“ Und Monika Sabrowsky machte – sich an die Arbeit. Sie fotografierte, katalogisierte und recherchierte alle Bäume im Rosarium. „Fast alle Bäume sind Exoten. Sie wurden als Anschauungs- und Lehrmaterial für die Gartenbaulehrlinge der Stadt vom damaligen Gartenbaumeister angepflanzt“, weiß sie. „Doch es gibt darüber keine Aufzeichnungen, so dass man nicht genau weiß, wie alt die Bäume sind und welche Bäume gepflanzt wurden.“ Sie selber kannte längst nicht alle Bäume im Rosarium, und kaum jemand habe ihr Auskunft geben können über Namen und Herkunft der Bäume. „Ich habe Bücher gewälzt, Fotos gemacht und mit den Abbildungen verglichen, im Internet geschaut und Experten befragt“, sagt Monika Sabrowsky. Inzwischen kennt sie jeden Baum, weiß wie er heißt, wo er beheimatet ist, wie er blüht, duftet, welche Früchte er trägt und welche Besonderheiten ihn charakterisieren. Entlang des Rundwegs hat sie 42 Bäume für den Baumpfad ausgesucht und für die richtige Beschilderung gesorgt. „Das sind bei weitem nicht alle Bäume des Rosariums, aber die interessantesten.“ Da ist gleich rechts am Eingang der Japanische Schnurbaum, der so heißt, weil seine Schoten hinter jedem Kern wie abgeschnürt aussehen. „Wie eine Perlenkette“, so Monika Sabrowsky. In der Ecke gegenüber wächst die Pimpernuss, ein strauchähnliches Gewächs, das normalerweise eher im Süden Deutschlands beziehungsweise Europas gedeiht und dessen Samen in einer ballonähnlichen Frucht klappern – oder eben pimpern. Ein paar Schritte weiter die Japanische Zierkirsche steht noch in voller rosaroter Blüte. Die Blutpflaume dagegen ist bereits verblüht, hat aber schönes dunkelrotes Laub und im Herbst leckere Früchte. Unweit wächst der Ginkgo- Baum. „Ein männlicher“, weiß Monika Sabrowsky. „Weibliche werden selten gepflanzt, weil ihre Früchte fürchterlich stinken.“ Aber am City-Parkhaus habe sie weibliche Ginkgo-Bäume entdeckt, so Monika Sabrowsky. Denn sie interessiere sich nicht nur für die Bäume im Rosarium, sondern wisse auch in der Stadt ganz gut bescheid, wo welche Bäume stehen. Fortsetzung auf Seite 5 Monika Sabrowsky auf „Foto-Pirsch“ im Rosarium. Sie fotografiert die Bäume zu allen Jahreszeiten. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS So prächtig blüht der Chinesische Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa). FOTO: SABROWSKY


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