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WZ-GartenZeit - Folge 4

Online-Spezial -GARTENZe i t Freitag, 28. April 2017 Seite 3 WZonline.de/garten Gärtnern ohne Torf Wer Blumenerde kauft, geht davon aus, dass diese auf jeden Fall gut ist für den Garten. Aber ob sie auch gut ist für die Umwelt, fragen sich die wenigsten. BERLIN/DPA/TMN – Die meisten Blumenerden enthalten Torf. Umweltschützer und Klimaforscher Viele Blumenerden enthalten Torf. Es gibt aber auch torffreie Erden im Handel. DPA-FOTO: HILDENBRAND Gartenpflege leicht gemacht mit unserer großen Auswahl! 10 % auf das gesamte Sortiment* bei Vorlage dieser Anzeige bis zum 16.6.17 *(außer auf Robotermäher und Werkstatt) pro Einkauf 1 Coupon Freiligrathstraße 265 · Telefon (0 44 21) 6 02 74  unter Gewinner der Woche Liebe Gartenfreunde, in jeder „WZ-GartenZeit“ gibt es auch diesmal wieder ein Preisrätsel. Den Teilnahme- Coupon finden Sie am jeweiligen Erscheinungstag der Gartenbeilage in der „Wilhelmshavener Zeitung“. Zu gewinnen gibt es jeweils zweimal 50 Euro in bar. Aus einer Vielzahl von Einsendungen wurden die beiden Gewinner der vergangenen Woche ausgelost. Über je einen Gewinn in Höhe von 50 Euro in bar können sich in dieser Woche freuen: Ingo Heuer und Frank Husnik, beide aus Wilhelmshaven Die beiden Gewinner können ihren Gewinn ab sofort in der Schalterhalle der „Wilhelmshavener Zeitung“, Wilhelmshaven, Parkstraße 8, abholen. Der Personalausweis ist bitte mitzubringen. aber raten dringend vom Kauf ab. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt die Hintergründe und nennt Alternativen. Warum sollte ich auf Torf verzichten? Torf findet sich in Mooren. Diese werden für die Torfgewinnung jedoch zerstört. In Mooren leben aber viele Tier- und Pflanzenarten, die sich anderswo nicht oder nur schwer ansiedeln können. Außerdem bindet ein Moor große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid. Der Torfabbau und die damit einhergehende Trockenlegung der Moore trägt rasant zum Klimawandel bei. Laut BUND speichern Moore, die nur drei Prozent der Erde einnehmen, doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen. Gibt es Alternativen? In den Gartencentern, bei Fachhändlern und in Baumärkten finden sich inzwischen Erden ohne Torf. Allerdings sind diese etwas teurer. Der BUND hat einen „Einkaufsführer für torffreie Erden“ erstellt, ihn kann man unter www.bund.net/torffrei herunterladen. Einige torffreie Erden tragen zum Beispiel auch das RAL-Gütesiegel und das Europäische Umweltzeichen. Die Bayerische Gartenakademie rät, für Topfpflanzen auf torffreie Erden zu achten, die grobe Faserstoffe enthalten. Allerdings weisen die BUND-Umweltexperten darauf hin, dass Torfersatz wie Rindenhumus, Holz- und Kokosfasern ebenfalls begrenzte Rohstoffe sind. Denn diese wachsen nur langsam nach. Außerdem seien Energieverbrauch für Herstellung und Transport grundsätzlich auch negativ. Aber was wäre denn dafür die Alternative? Der BUND rät zu Kompost als besten Torfersatz. Er lässt sich selbst im Garten herstellen. Man kann ihn aber auch von gewerblichen und kommunalen Kompostieranlagen kaufen. Reifer Kompost stinkt nicht Ein Kompost ist praktisch: Auf einem kleinen Fleck im Garten kann man aus den leidigen Grünabfällen gute Gartenerde werden lassen. Doch: Wie lange braucht Kompost eigentlich? Und wie erkenne ich seine Reife? Nach gut drei bis vier Monaten ist zum Beispiel Frischkompost fertig. Er ist angerottet, aber hat noch gröbere Teile. Er taugt zum Mulchen und zum Verbessern des Gartenbodens. Reifekompost, auch Humusdünger genannt, ist im Sommerhalbjahr nach vier bis sechs Monaten fertig. Über den Winter braucht er etwa sechs bis zwölf Monate. Aber länger als ein Jahr sollte Kompost nicht lagern, da sich danach die guten Inhaltsstoffe – organische Substanzen – abbauen. Reifer Kompost sollte nach feuchter Walderde riechen. Und er hat feine Krümel. Kompost ist die beste Blumenerde. DPA-FOTO: BACHMANN


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