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WZ-GartenZeit Ausgabe 2

Online-Spezial -GARTENZeit Donnerstag, WZonline.unter 13. April 2017 de/garten Seite 3 Lange unterschätzt: Bergenien BONN/GMH/BDS – Attraktiv in Blatt und Blüte, vielseitig, unkompliziert Jedes Blütenbüschel ein kleines Sträußchen: Die Bergenia Hybride „David“. FOTO: GMH Gewinner der Woche Liebe Gartenfreunde, in jeder „WZ-GartenZeit“ gibt es auch ein Preisrätsel. Den Teilnahme-Coupon finden Sie am Erscheinungstag der Gartenbeilage in der „Wilhelmshavener Zeitung“. Zu gewinnen gibt es jeweils zweimal 50 Euro in bar. Aus einer Vielzahl von Einsendungen wurden die beiden Gewinner der vergangenen Woche ausgelost. Über je einen Gewinn in Höhe von 50 Euro in bar können sich in dieser Woche freuen: Ute Riettiens aus Wilhelmshaven und Ulrike Schmitt aus Sande. Die beiden Gewinnerinnen können ihren Gewinn ab sofort in der Schalterhalle der „Wilhelmshavener Zeitung“, Wilhelmshaven, Parkstraße 8, abholen. Der Personalausweis ist bitte mitzubringen. Gartenpflege leicht gemacht mit unserer großen Auswahl! 10 % auf das gesamte Sortiment* bei Vorlage dieser Anzeige bis zum 16.6.17 *(außer auf Robotermäher und Werkstatt) pro Einkauf 1 Coupon Freiligrathstraße 265 · Telefon (0 44 21) 6 02 74  und verlässlich und noch dazu in zahlreichen wintergrünen Varianten erhältlich – mit diesen Eigenschaften hätte jede andere Staude längst einen eigenen Fanclub; die Bergenie (Bergenia) jedoch war lange Zeit ein klarer Fall von „verkanntes Genie“. Jetzt ist sie Staude des Jahres 2017. Unterschätzt wurde sie nur aufgrund eines Missverständnisses“, bedauert Annemarie Eskuche von der gleichnamigen Staudengärtnerei im niedersächsischen Ostenholz. „Die Bergenie galt jahrzehntelang als Schattenpflanze und wurde entsprechend an wirklich dunkle Plätze unter Bäumen gepflanzt. Dort fühlt sich jedoch eigentlich nur die Kaschmir- Bergenie (Bergenia ciliata) richtig wohl, eine der wenigen nicht wintergrünen Arten. Alle anderen Bergenien vertragen zwar lichten Schatten, entwickeln sich aber umso besser, je sonniger sie stehen.“ Die robusten Stauden mit den festen Blättern, den fleischigen Blütenstängeln und den in üppigen Büscheln erscheinenden Blütenglocken stammen aus Gebirgsregionen in Ostasien. Dort wachsen die meisten Arten auf Kies- und Geröllflächen mit einigermaßen frischer, nährstoffreicher Erde. Im Beet bilden Bergenien den passenden Kontrast zu zarten Gräsern und grazilen Stauden wie der Sterndolde (Astrantia), auch in Kombination mit verschiedenen Wolfsmilcharten (Euphorbia), Storchschnabel (Geranium) und Astern kommen sie gut zur Geltung. „Beliebt sind Bergenien aber auch als elegante Einfassungsstauden, denn sie kaschieren Beetränder, ohne zu Stolperfallen zu werden. An Teichen fügen sie sich außerhalb der Sumpfzone harmonisch in die Uferbepflanzung ein. Und in Steingärten oder Pflanzgefäßen können sie sich einzeln oder in Gruppen endlich einmal richtig in Szene setzen.“ Die Gartenszenerie beleben, das können Bergenien wirklich und zwar rund ums Jahr – das bekanntlich im Winter beginnt. Der hat bei Bergenien seinen ganz besonderen Reiz: Sobald der erste Frost seinen eisigen Atem über die glänzenden Blätter gehaucht hat, erglühen sie in den herrlichsten Rottönen. Dieser wunderhübsche Anblick bleibt auch dann noch erhalten, wenn sich je nach Art und Sorte von März bis Ende Mai feste Stängel mit großen weißen, rosafarbenen, pinken oder purpurroten Glockenblüten aus der Erde schieben. „Erst danach werden die alten Blätter allmählich braun und sollten herausgezogen werden, damit die frischgrünen neuen richtig zur Geltung kommen“, rät Eskuche. EXPERTENTIPP Aufblühen mit Dünger Bergenien stammen zwar aus dem Hochgebirge und vertragen erstaunlich viel Trockenheit, aber sie freuen sich trotzdem über einen nährstoffreichen Boden und etwas Wasser, wenn es lange nicht geregnet hat. Gedüngt wird im März und, etwas zurückhaltender, noch einmal im Juni, entweder mit Kompost oder mit einem Volldünger. Gegen die in manchen Gärten auftretenden Dickmaulrüssler helfen Nützlinge, nämlich Nematoden der Gattung Heterorhabditis bacteriophora. Eigentlich teilt man Bergenien, wenn sie nach einigen Jahren weniger reichblütig werden und sich die Rhizome aus der Erde schieben. Stattdessen kann man die Rhizome aber auch einfach mit einem Messer anschneiden oder – das ist die grobe Tour für große Pflanzungen – mit einem scharfen Spaten ins Rhizom stechen. Dort treiben sie dann frisch aus und blühen wieder überreich.


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