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WZ-GartenZeit - Folge 1

Online-Spezial -GARTENZeit Freitag, WZonline.unter 7. April 2017 de/garten Seite 11 Gutschein für eine Erstberatung Wenn ein Gartenfreund umzieht VON MANFRED LEHMANN NEUSTADTGÖDENS –Wenn ein Gartenfreund umzieht, zieht oft auch der Garten mit um. Ausgerechnet DER FACHMANN AN IHRER SEITE ob Sie Ihren Garten neu modernisieren oder ... ob Sie Ihren Garten neu planen, modernisieren oder aufwerten möchten, wir bieten Ihnen kompetente Hände, in die Sie Ihr Projekt legen können und verschönern Ihren Garten in sämtlichen Bereichen ideenreich und kreativ. Ihr Ansprechpartner: holger.simsch@van-bueren.de Garten- , Landschafts- und Kulturbau GmbH · Wilhelmshaven Telefon 0 44 21 - 99 15 90 · www.van-bueren.de Petersilie erneuern BONN/DPA/TMN – Hobbygärtner sollten sich jedes zweite Jahr von ihrer Petersilie (Petroselinum crispum) im Gemüse oder Kräuterbeet trennen und eine neue Pflanze aussäen oder pflanzen. Denn das Kraut erblüht im zweiten Lebensjahr, dann werden die Blätter ungenießbar. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung in Bonn hin. Gut wächst die Pflanze an einem halbschattigen bis sonnigen Standort. Petersilie wird am besten erst ab Ende April im Gemüsebeet ausgesät. Denn sie braucht zum Keimen einen warmen Boden. An der Stelle sollten vier Jahre lang weder Petersilie noch Möhren, Dill oder andere Doldenblütler mehr gewachsen sein, empfiehlt die Bayrische Gartenakademie. Sonst kann es zu Unverträglichkeiten kommen, die dazu führen, dass das Küchenkraut nicht keimt oder bald abstirbt. Der Boden sollte locker, humusreich und nicht zu trocken sein, aber keinen Dünger erhalten. Dieser kann den aufkeimenden Pflanzen schaden. Die Keimlinge sollten vor Schnecken und Schädlingen geschützt werden. der Kreisvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Friesland, Hartmut Müller-Mangels, bot jetzt dafür ein Beispiel. Nach acht Jahren, in denen er sich in Neustadtgödens sehr wohlfühlte, verließ er dieser Tage mit seiner Frau Bärbel das Miethaus in Richtung Steinhausen. Dort wurde ihr eigenes Haus frei und der Umzug war die logische Folge, zumal der Gärtner aus Leidenschaft anstatt 150 Quadratmeter Garten nun 3000 zum Bewirtschaften hat. Der pensionierte Konrektor einer Wilhelmshavener Schule kann sich nun im wahrsten Sinne des Wortes gründlich „austoben“ und seine Vorstellungen von einem natürlichen Garten mit Blumen, Stauden, Büschen, Sträuchern und zwei schon vorhandenen großen Teichen verwirklichen. In Neustadtgödens hatte er schier aus nichts etwas gemacht; denn außer Rasen waren beim Einzug nur zwei Rhododendronbüsche und ein Rosenstock vorhanden. Auf engstem Raum begann Müller-Mangels zu pflanzen und zu säen. „Es musste alles ineinander übergehen, damit jederzeit etwas blühte“, so sein eigener Anspruch. Selbst eine kleine Teichlandschaft mit Kröten, Molchen, Moderlieschen und Teichpflanzen gehörte dazu, und auch die Auffahrt wurde bepflanzt und mit Topfkulturen teilweise zugestellt. Was da in Neustadtgödens auf kleinster Fläche alles Platz finden musste, zählt der Hobbygärtner gern auf: „Eine Menge Christ- und Pfingstrosen wuchsen auf Klei und Lehm mit etwas Kompost recht gut. Dazu kamen viele Clematis, Thymian, Salbei, Katzenminze, Glockenblumen, Sedum, Astern, Sterndolden, Anemonen, Sommerfliederbüsche als Schmetterlingsfutter, Phlox, Lavendel, Lungenkraut, Tulpen, Gräser und Steinquendel, der von Bienen bevorzugt angeflogen wird. Unzählige Krokusse, die nun verblüht sind, bleiben zurück. Unberührt auch das mit viel Laub bedeckte Winterquartier einen Igels im Vorgarten. Eigentlich war mein Garten recht pflegeleicht“, stellt Hartmut Müller-Mangels fest. „Ich mache gar keinen Winterschutz, hatte hier einen natürlichen Teich mit Folie, aber ohne Filteranlage. Da gab es sehr wenig Ausfälle bei den einheimischen Fischen, die darin überwinterten.“ Als BUND-Kreisvorsitzender ist er in der Wallheckenkommission, kümmert sich um Kopfweiden, Obstgärten wie in Altmarienhausen, steht für Beratungen zum Obstbaumschnitt und zum Naturschutz allgemein zur Verfügung. Leider würden viele Gärten heute betoniert oder zu sterilen Flächen zugepflastert, beklagt er sich und denkt dabei an die Bienen, die immer weniger abwechslungsreiche Gärten vorfinden und deren Bestäubungsleistung selbst für das Überleben der Menschheit so wichtig ist. Die Krokusse müssen hier bleiben, wenn Hartmut Müller- Mangels seinen Wohnsitz von Neustadtgödens nach Steinhausen verlegt. FOTO: LEHMANN EXPERTENTIPP


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