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WZ-GartenZeit - Folge 1

Freitag, 7. April 2017 Online-Spezial unter -Seite 10 WZonline.de/garten GARTENZeit Der Norden liebt „Nellieke“ BONN/GMH – Es ist Frühling und der Sommer steht vor der Tür. Aber es gibt Menschen, die bereits Wühlmausjagd im Frühjahr BONN/DPA/TMN –Wurzeln junger Obstbäume, Ziergehölze und Beerenobststräucher sind für Wühlmäuse Leckerbissen. Aber auch Blumenzwiebeln sowie Wurzel- und Knollengemüse sind vor ihnen oft nicht sicher. Hobbygärtner können ihre Pflanzen vor den Tieren schützen: Dafür müssen sie die Obstbäume und Sträucher bereits beim Anpflanzen in spezielle Körbe aus Maschendraht setzen, rät der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen. Blumenzwiebeln lassen sich mit Pflanzkörben aus Kunststoff schützen. Um die Wühlmäuse aus dem Garten zu vertreiben, kann man beispielsweise ultraschallerzeugende Geräte einsetzen. Kurzfristig kann auch das Anpflanzen von sogenannten Feindpflanzen – wie Wolfsmilch, Knoblauch und Kaiserkronen – helfen. Wenn das nicht ausreicht, muss man Fallen und Fraßköder aufstellen. Die Nagetiere sind zwar das ganze Jahr über aktiv – im zeitigen Frühjahr leiden sie unter Nahrungsmangel. Dadurch lassen sie sich dann besonders gut einfangen. Wichtig zu beachten: Bevor man die Fallen aufstellt oder Bekämpfungsmaßnahmen ergreift, sollte man sich sicher sein, dass der Besucher im Garten kein Maulwurf ist. Denn er steht unter Naturschutz. Um Verwechslungen auszuschließen, sollte man eine sogenannte Verwühlprobe durchführen. Dafür den Boden neben den Erdauswürfen kreisförmig mit einem Stab abtasten. Sinkt dieser ruckartig ein, hat man einen Gang gefunden. Mit einem Spaten kann man nun den Gang auf einer Länge von etwa 20 bis 30 Zentimetern freilegen. Dann muss man an beide Gangöffnungen jeweils eine Möhre stellen. Der Maulwurf wird unterhalb des geöffneten Bereiches einen neuen Gang anlegen – ihn also unterwühlen. Die Wühlmaus wird die Möhre eher annagen und den Gang erneut verwühlen. im Winter daran arbeiten, dass Deutschlands Gärten und Balkone dann wieder erblühen können. Ein paar Vorschläge haben die Experten sogar schon: Die „Pflanzen des Jahres“. Bis eine Pflanze den Titel „Pflanze des Jahres“ tragen und den Weg in die Gärten finden darf, ist es ein langer Weg. Schön soll sie sein, natürlich. Aber sind sie das nicht alle? Den Experten der Gärtnereiverbände kommt es deshalb eher auf das Gesamtpaket an – und die Ansprüche sind hoch: Eine ausdauernde Blüte ist dabei ebenso wichtig wie der Aspekt, ob die Pflanze extremen Wetterbedingungen, Schädlingen oder auch Krankheiten trotzen kann. Unterstützt werden die Zierpflanzenexperten der sechs Regionen von gartenbaulichen Forschungseinrichtungen, die die Pflanzen umfangreichen Versuchsreihen unterziehen. Sechs „Pflanzen des Jahres“, da sollte doch für jeden Hobbygärtner was dabei sein. Doch bei der Auswahl ist folgender Sachverhalt interessant und zu beachten. Die Pflanzen wurden von den Verbänden der jeweiligen Region ernannt und eignen sich bestens für die dortigen Gegebenheiten. Jede Pflanze ist also erst einmal ganz exklusiv „Pflanze des Jahres 2017“ für eine bestimmte Region. Für Norddeutschland ist das die Nelken-Neuzüchtung „Nellieke“ und in Sachsen beispielsweise die Begonien-Neuzüchtung „Mariechen“. Welche Pflanzen in anderen Regionen erwählt wurden, erfahren Interessierte auf der jeweiligen Internetseite zur „Pflanze des Jahres“. Bei der Auswahl sollte neben der Optik auch unbedingt darauf geachtet werden, dass die Pflanze für die jeweiligen Standortbedingungen auf Balkon, Terrasse oder im Garten geeignet ist und Pflanzenfans so möglichst lange Freude an ihr haben. Ende April kommen die sechs Auserwählten in den Handel. Doch Vorsicht, für einige der Pflanzen könnte es dann draußen noch zu kalt sein. Als Faustregel gelten zwar die Eisheiligen im Mai, je nach Wetterlage oder Region kann dies aber auch variieren. Wer auf Nummer sichergehen möchte, fragt am besten einen fachkundigen Gärtner. Mit dem Kauf selbst sollte nicht zu lange gewartet werden, denn die Pflanzen gibt es nur in begrenzter Stückzahl. Pflanze des Jahres 2017 im Norden ist die Nelken-Neuzüchtung „Nellieke“. FOTO: GMH - Gewinnspiel Birkenzeisig Machen Sie mit! Gewinnspielbild 1 ausschneiden und in den heutigen Teilnahmecoupon in der , Seite 32, kleben. Zu gewinnen: 2 x 50,- E in bar!


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