Page 5

Berufswahl 2016 - Wilhelmshavener Zeitung

WZonline.de/berufswahl Seite 5 Berufswahl 2016 Bei diesen Berufen muss man zupacken können WILHELMSHAVEN/FRIESLAND – Wenn es um Bauarbeiten in luftiger Höhe geht, dann sind Gerüstbauer gefragt. Ob beim Neubau oder bei der Sanierung, ob an der Fassade eines Hochhauses oder an einer Brücke über den Fluss: Baugerüste sind unverzichtbar. Gerüstbauer rüsten Gebäude ein oder bringen Hängegerüste an und ermöglichen so erst die Arbeit von Handwerkern und Maurern, die eine Arbeitsplattform in der Höhe benötigen. Im Spezialgerüstbau stellen sie nicht nur die üblichen Gerüste an Häusern auf, sondern errichten auch spezielle Konstruktionen wie Traggerüste als Unterkonstruktion für Betonschalungen, z.B. beim Brückenbau, oder fahrbare Arbeitsbühnen, z.B. an Hochhäusern. Gerüstbauer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte dreijährige Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten. Gerüstbauer finden Beschäftigung in Gerüstbaufirmen, Brücken- und Tunnelbauunternehmen oder in Ausbaufirmen. Auch Reinigungsunternehmen für Glasund Fassadenreinigungsarbeiten brauchen Gerüstbauer, genauso wie auch Montageunternehmen oder Zelt- und Bühnenbauunternehmen. Straßenwärter Straßenwärter kontrollieren und warten Straßen, Autobahnen und Parkplätze sowie dazugehörige Grünflächen und Straßenbauwerke wie Brücken, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Sie stellen Gefahrenquellen wie Schlaglöcher, verblasste Markierungen oder bröckelnde Fahrbahnränder fest. Beschädigte oder abgenutzte Stellen setzen sie instand. Sie säubern verschmutzte Fahrbahnen, Leitpfähle oder Verkehrsschilder und reinigen oder warten Entwässerungseinrichtungen. Zu ihren Aufgaben gehören auch das Aufstellen von Verkehrszeichen, das Ausbessern von Fahrbahnmarkierungen und das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern. Sie mähen Grünstreifen, sichern Baustellen und Unfallstellen ab und führen im Winter die Räum- und Streudienste durch. Straßenwärter sorgen durch ihre Arbeit für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Aber auch ihre eigene Sicherheit ist bei der Tätigkeit auf den Straßen oberstes Gebot. Die Ausbildung zum Straßenwärter dauert bis zu drei Jahre und erfolgt im Beschäftigtenverhältnis. Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag. Bildungsvoraussetzung ist mindestens ein guter Hauptschulabschluss und die Führerscheintauglichkeit. Maler und Lackierer sind im Neubau wie auch bei der Sanierung und Modernisierung von Wohnungen oder Gebäuden tätig. Sie bereiten Untergründe vor, bessern Putzschäden aus und beschichten Decken, Böden und Wände im Außen- und Innenbereich.Mit den unterschiedlichsten Maltechniken, aber auch mit Tapeten und Dekorputzen gestalten sie Innenräume. Auch der Einbau von Wärmedämmverbund Systemen und Akustikbaulösungen gehört zum Berufsbild. Maler und Lackierer sollten ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und ein gutes Gespür für den Umgang mit Farbe und Mustern haben. Auch ein hohes handwerkliches Geschick ist für die Arbeit mit Pinsel, Rolle, Spachtel und Kelle unerlässlich. Die dreijährige Ausbildung zum Maler und Lackierer wird in folgenden Fachrichtungen angeboten: Gestaltung und Instandhaltung, Bauten- und Korrosionsschutz, Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Die Spezialisierung erfolgt im dritten Ausbildungsjahr. Der Bodenleger ist der Fachmann, wenn es um die ansprechende und praktische Gestaltung von Böden in Arbeits- oder Wohnräumen geht – von einzelnen Privaträumen bis hin zu großen Industriehallen. Bodenleger analysieren die Beschaffenheit des Untergrunds und entscheiden, welches Beschichtungsmaterial bzw. welcher Bodenbelag optimal darauf abgestimmt ist. Wie stark beeinflussen bauliche oder thermische Gegebenheiten den Fußboden, welchen Eindruck soll der Raum künftig vermitteln – und was sind die Wünsche des Kunden dabei? Anschließend bereitet er die Untergründe vor, behandelt das Verlegematerial (z.B. Teppich, Parkett oder Spezialmischungen) und bringt es auf den Boden. Die Nietiedt- Gruppe ist einer der wenigen Betriebe deutschlandweit, die junge Menschen zu solchen Experten für Bodenbeläge ausbildet. Maurer stellen Rohbauten für Wohn- und Geschäftsgebäude her. Sie betonieren Fundamente, mauern Außen- und Innenwände oder montieren sie aus Fertigteilen. Auch Betonarbeiten werden von Maurern ausgeführt. Sie mischen Beton oder verarbeiten fertig gelieferten Transportbeton. Teilweise verputzen sie auch Wände, verlegen Estriche oder bauen Dämm- und Isoliermaterialien ein. Darüber hinaus führen sie Abbruchund Umbauarbeiten durch. Maurer ist ein dreijähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Maurer finden Beschäftigung bei Hochbauunternehmen, Betonbaufirmen, in Sanierungs- undModernisierungsunternehmen und auch im Fertighausbau. Beton- und Stahlbetonbauer bauen Beton- und Stahlbetonkonstruktionen, z.B. für Brücken, Hallen und Hochhäuser. Sie montieren oder fertigen Schalungen und Stützgerüste an, biegen und flechten Stahlbewehrungen, die Betonbruch verhindern sollen, und bauen die Bewehrungen in die Schalungen ein. Sie stellen Betonmischungen her oder verarbeiten fertig gelieferten Transportbeton. Außerdem sanieren sie Schäden an Betonbauteilen. Beton- und Stahlbetonbauer finden Beschäftigung in Betrieben des Hoch- oder Fertigteilbaus, in Brücken- und Tunnelbauunternehmen sowie in der Beton- und Betonfertigteilherstellung. Straßenbauer bauen Haupt- und Nebenstraßen, Geh- und Fahrradwege, Fußgängerzonen sowie Autobahnen und Flugplätze. Nach dem Abstecken der Baustelle beginnen sie mit den Erdarbeiten. Sie lösen Bodenmassen, transportieren, planieren und verdichten diese. Dazu setzen sie Bagger, Raupen und Walzen ein. Auf den verdichteten Untergrund bringen sie als Unterbau meist eine Schotterschicht und weitere Gesteinsgemische auf. Den Abschluss bildet eine Beton- oder Asphaltdecke als Fahrbahn. Außerdem führen Straßenbauer Pflasterarbeiten aus und stellen Randbefestigungen, Böschungen sowie Entwässerungsgräben her. Neben dem Neubau übernehmen sie auch Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten an Wegen und Straßen. Straßenbauer finden Beschäftigung im Straßen-, Rollbahnen- und Sportanlagenbau, im Schachtbau sowie im Rohrleitungs- und Kabelleitungstiefbau sowie bei kommunalen Bauämtern oder Straßen- und Auto- Ohne die Arbeit der Gerüstbauer könnten viele Handwerker gar nicht arbeiten. FOTO: DKZ bahnmeistereien. Sonnabend, 13. Februar 2016


Berufswahl 2016 - Wilhelmshavener Zeitung
To see the actual publication please follow the link above