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WZ Berufswahl 2019

Genauigkeit ist eine wichtige Voraussetzung Fortsetzung von Seite 3 Geomatiker/innen beschaffen Geodaten, indem sie selbst Vermessungen durchführen oder vorhandene geografische Informationen von anderen Anbietern beziehen. Mithilfe spezieller Software verarbeiten sie die Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen. Sie heben besondere Eigenschaften räumlicher Gegebenheiten hervor, modellieren Veränderungsprozesse und visualisieren Pläne. Auch beraten sie Kunden hinsichtlich der benötigten Menge und Art der Daten, der optimalen Darstellung und der Schlussfolgerungen, die sich z.B. für die Standortplanung ergeben. Geomatiker/innen finden Beschäftigung in Behörden des Vermessungswesens, in Unternehmen der Geoinformationswirtschaft und in Verlagen für Kartografie. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Behörden und Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein. Wenn Straßen gebaut oder Schienen verlegt werden, wenn die Grenzen von Liegenschaften zu bestimmen sind, um Bauvorhaben zu genehmigen und abzustecken oder das Eigentum an Grundstücken zu sichern, sind Vermessungstechniker der Fachrichtung Vermessung im Einsatz, um die genaue Lage und Höhe der Flächen zu berechnen. Ihre Daten bilden unter anderem die Grundlage für amtliche Geobasisinformationssysteme, Liegenschaftskataster und Planungsunterlagen sowie für Bauvorhaben. Vermessungstechniker werten die Messdaten aus und erstellen oder aktualisieren aus den gewonnen Geodaten Pläne, Karten und Kataster. Meist erstellen beziehungsweise aktualisieren sie die Karten und Pläne am Computer. Aber auch mit Hilfe von Bleistift und Tusche fertigen sie noch Pläne und Karten an. Dies erfordert Konzentration, Präzision und räumliches Vorstellungsvermögen. Vermessungstechniker finden Beschäftigung in Landesvermessungs, kommunalen Kataster - und Vermessungsämtern, in Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaften, in Vermessungs und Ingenieurbüros oder auch in Unternehmen der Bauwirtschaft. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben, die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger mit Hochschulreife ein. Kraftfahrzeugmechatroniker/ innen mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik halten Nutzfahrzeuge aller Art, beispielsweise Sattelschlepper und Unimogs, instand. Sie testen zum Beispiel die Beleuchtung, führen Fahrwerksvermessungen durch, prüfen die Befestigungspunkte von An- oder Aufbauten und kontrollieren bewegliche Einrichtungen wie Greifarme oder Feuerwehrleitern. Mithilfe elektronischer Mess- bzw. Diagnosegeräte prüfen sie Bremsanlagen, Antriebsaggregate, Motormanagementoder Fahrerassistenzsysteme. Sie schmieren Teile, tauschen defekte Bauteile aus, beheben Schäden an der Karosserie und wechseln Schmierstoffe, Brems- und Hydraulikflüssigkeiten. Auf Wunsch bauen sie auch Zusatzeinrichtungen ein, zum Beispiel. Abstandsmesser, Navigationsgeräte, Funkoder Freisprechanlagen. Kraftfahrzeugmechatroniker/ innen, die in der Herstellung von Nutzfahrzeugen beschäftigt sind, können im Bereich Elektromobilität tätig werden und etwa bei der Konstruktion von Nutzfahrzeugen mit Elektrooder Hybridantrieb mitarbeiten. Kraftfahrzeugmechatroniker/ innen mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik werden in Reparaturwerkstätten, bei Herstellern und Ausrüstern von Nutzkraftwagen sowie bei Speditionsoder Busunternehmen mit angeschlossener Werkstatt beschäftigt, wo sie in erster Linie in Werkstätten und Fertigungshallen arbeiten. Fortsetzung nächste Seite Geomatiker verarbeiten Daten zu Karten und Grafiken, dreidimensionalen Darstellungen und multimedialen Anwendungen. DPA-FOTO: FREY Vermessungstechniker arbeiten zumeist viel mit moderner Technik. DPA-FOTO: VENNENBERND Hier wird die Bremsscheibe eines Transporters gewechselt. DPA-FOTO: FREY


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