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WZ Berufswahl 2019

Wichtig für Bau und Industrie Fortsetzung von Seite 2 Gerüstbauer rüsten Fassaden mit Arbeits- und Schutzgerüsten ein. Sie wählen die erforderlichen Gerüstteile aus, verladen diese mithilfe von Hebegeräten, transportieren sie zur Baustelle und montieren sie. Vor dem Aufbau ebnen sie, wenn nötig, den Untergrund ein oder bringen lasttragende Unterlagen an. Sie montieren Systembauteile und verankern das Gerüst am Bauwerk. Im Spezialgerüstbau stellen sie nicht nur die üblichen Gerüste an Häusern auf, sondern errichten auch spezielle Konstruktionen wie Traggerüste als Unterkonstruktion für Betonschalungen, zum Beispiel beim Brückenbau, oder fahrbare Arbeitsbühnen, z.B. an Hochhäusern. Wenn die Gerüste nicht mehr benötigt werden, bauen sie diese fachgerecht ab. Sie lagern die Gerüstteile und halten sie instand. Gerüstbaufirmen, Brücken und Tunnelbauunternehmen oder Ausbaufirmen, Reinigungsunternehmen für Glas- und Fassadenreinigungsarbeiten sowie Montageunternehmen oder Zelt- und Bühnenbauunternehmen stellen Gerüstbauer ein. Eingestellt werden überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss. Industriemechaniker sind die Tausendsassa in technischen Betrieben. Sie stellen Geräteteile und Baugruppen für Maschinen und Produktionsanlagen her, richten sie ein oder bauen sie um. Sie überwachen und optimieren Fertigungsprozesse und übernehmen Reparatur- und Wartungsaufgaben. Industriemechaniker können in Unternehmen nahezu aller industriellen Wirtschaftszweige tätig sein, zum Beispiel im Maschinen und Fahrzeugbau, in der Elektro- oder der Textilindustrie sowie in der Holz und Papier verarbeitenden Industrie, aber auch in großen Handwerksunternehmen. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Neben der betrieblichen ist auch eine schulische Ausbildung möglich.Industriemechaniker wissen, wie Maschinen funktionieren und finden sich anhand von Bauplänen und Dokumentationen in ihrem „Innenleben“ zurecht. Wenn eine Maschine nicht oder nicht mehr einwandfrei funktioniert, sind sie in der Lage, den Fehler „einzukreisen“, Bauteile auszutauschen und die fehlerfreie Funktionsweise zu kontrollieren. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, sollte Freude an handwerklicher Arbeit haben, überlegt vorgehen können, technisches Verständnis und ein räumliches Vorstellungsvermögen haben und einigermaßen gut rechnen können. Die Fachkraft für Lagerlogistik nimmt im Transportwesen eine Schlüsselstellung ein. In unserer globalisierten Welt ist der Transport und die Lagerung von Gütern unverzichtbar und so bieten sich der Fachkraft für Lagerlogistik ein breites Betätigungsfeld und viele Einsatzmöglichkeiten. Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen in Logistikzentren, Industriebetrieben, Speditionen und im Versandhandel Waren aller Art an und prüfen anhand der Begleitpapiere Menge und Beschaffenheit. Sie organisieren die Entladung, sortieren die Güter und lagern sie sachgerecht an vorher bereits eingeplanten Plätzen. Dabei achten sie darauf, dass die Waren unter optimalen Bedingungen gelagert werden, und regulieren z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Im Warenausgang planen sie Auslieferungstouren und ermitteln die günstigste Versandart. Sie stellen Lieferungen zusammen, verpacken die Ware und erstellen die Begleitpapiere wie Lieferscheine oder Zollerklärungen. Außerdem beladen sie Lkw, Container oder Eisenbahnwaggons, bedienen Gabelstapler und sichern die Fracht gegen Verrutschen oder Auslaufen. Darüber hinaus optimieren Fachkräfte für Lagerlogistik den innerbetrieblichen Informations, Material- und Wertefluss von der Beschaffung bis zum Absatz. Sie erkunden Warenbezugsquellen, erarbeiten Angebotsvergleiche, bestellen Waren und veranlassen deren Bezahlung. Das Berechnen von Lagerkennziffern, Inventurarbeiten und einfache Jahresabschlüsse gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Die Ausbildung dauert üblicherweise Hier setzt der Industriemechaniker ein Werkzeug in die Fräsmaschine ein. DPA-FOTO: ARNOLD drei Jahre und wird in Industrie und Handel angeboten, ist aber auch als schulische Ausbildung möglich. Die Ausbildung zum Fachlagerist dauert nur zwei Jahre. Die Tätigkeit des Fachlageristen ist stärker praktisch orientiert, sein Verantwortungsbereich in der Regel weniger weit gesteckt. Fortsetzung nächste Seite Leon Blaszyk (19), Auszubildender für Gerüstbau im dritten Lehrjahr, macht mehr als nur die Gerüste aufbauen: Er skizziert und plant auch passende Konstruktionen. DPA-FOTO: JEGEN Lagerlogistiker sortieren unter anderem Güter und lagern sie sachgerecht an vorgeplanten Plätzen ein FOTO: BERUFENET


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